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Erkenntnisgewinn

Erkenntnisgewinn

Der Erkenntnisgewinn ist das Ziel jeder wissenschaftlichen Forschung. Jede wissenschaftliche Arbeit, sei es eine Examensarbeit, ein Referat oder eine Hausarbeit, möchte Erkenntnisse gewinnen. Dem Erkenntniszuwachs voran steht die Forschungsfrage bzw. die Forschungs-Hypothesen.

Wie der Erkenntnissteigerung erfolgt, ist abhängig von dem Forschungsprozess, den man für sein Vorhaben wählt. Dieser kann auf einer theoretischen oder empirischen Grundlage basieren. Auch die Hermeneutik kann für den persönlichen Erkenntnisgewinn eine Rolle spielen.

In den Naturwissenschaften würde man wie folgt vorgehen:

– Ein Phänomen wird beobachtet. Die Beobachtung wird dokumentiert. Daraufhin folgen Vermutungen, wie man dieses Phänomen erklären könnte. Die Beobachtung ist immer der erste Schritt, wenn es darum geht eine Erkenntnis zu gewinnen. Durch die Beobachtung treten Fragen auf, die man beantworten möchte. Der Erkenntnisgewinn stellt somit die Lösung auf die Fragen dar.
– Sobald aufgrund von Theorien und anderen Experimenten ein Erklärungsansatz gefunden wurde, folgt ein Experiment-Entwurf, mit dem der Erklärungsansatz bestätigt werden soll.
– Sofern das Experiment erfolgreich ist, wird eine Gesetzmäßigkeit für das Phänomen formuliert. Das ist der Erkenntniszuwachs. Dieser kann dann in der Wissenschaft genutzt werden, um Phänomene richtig vorherzusagen.

Jeder Erkenntnisgewinn ist subjektiv

Es gibt wissenschaftliche Aussagen zum Erkenntnisgewinn, die jedem bewusst sein sollten, der eine wissenschaftliche Leistung erstellt:

– Der Erkenntnisgewinn ist immer subjektiv. Es gibt keinen objektiven, allgemeingültigen Erkenntnisgewinn, denn die Erkenntnis wurde durch den Erkenntnisbringenden subjektiv gefärbt. So hat schon die subjektive Auswahl an Thesen und Literatur für eine wissenschaftliche Arbeit eine subjektive Färbung auf die Ergebnisse.
– Erkenntnisse können erhärtet aber nicht bewiesen werden. Wenn mehrere Subjektive zu gleichen Erkenntnissen kommen, heißt das nicht, dass ein Beweis vorliegt, denn auch die Anderen haben ihre wissenschaftlichen Studien subjektiv eingefärbt.

Dennoch gehören subjektive Einschätzungen, Kommentare, Meinungen und Gefühle nicht in eine wissenschaftliche Arbeit. Es gilt, sich an die gültigen Formalia für eine wissenschaftliche Arbeit zu halten.