HomeBlogInternetquellen in einer wissenschaftlichen Arbeit

Internetquellen in einer wissenschaftlichen Arbeit

Wissenschaftliche Arbeiten können ohne Quellenangaben nicht existieren. Sie sind unentbehrlich, damit z. B. eine Bachelorarbeit/Masterarbeit von dem Betreuer akzeptiert wird. In einer wissenschaftlichen Arbeit werden seriöse Quellen verlangt, die belegbar sind: Bücher und Printmedien. Internetquellen sind hingegen eine umstrittene Frage. Ihre Relevanz hängt von vielen Faktoren ab. Vor allem Erstsemestler sollten bei ihren ersten wissenschaftlichen Arbeiten möglichst wenige Internetquellen nutzen, da sie aufgrund ihrer mangelnden Erfahrung beim Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten nicht die Relevanz der Quellen richtig einschätzen können.

Internetquellen sind jedoch mittlerweile bei der Anfertigung von wissenschaftlichen Texten unerlässlich geworden. Sie können in Doktorarbeiten genauso vorkommen wie in Präsentationen oder Forschungsanträgen. Sie werden als Sekundärliteratur im Literaturverzeichnis gelistet. Dabei sollte man sich als Verfasser einer Internetquelle bewusst sein, dass die Quelle nicht immer als seriös gilt. Hier ist es wichtig, dass man eine Quelle sucht, die einigen Güte-Kriterien entspricht.

Unseriöse Internetquellen

Das Zitieren von Internetquellen wird nicht allzu seriös wahrgenommen. Es gibt ernste Gründe dafür:

  • Internetquellen sind nicht immer glaubwürdig. Häufig steht hinter dem Text kein Verlag oder Zeitschrift, sodass der Autor nicht verifiziert werden kann.
  • Seiten mit sehr ungewöhnlichen Zeichen in der URL, unformatiertem Layout und ohne Angabe von Verfasser, Datum sowie Impressum erwecken schnell den Anschein, dass sie nicht vertrauenswürdig sind.
  • Dubiose, unbekannte Seiten können schnell den Anschein erwecken, dass die dort veröffentlichten Informationen nicht wissenschaftlich fundiert sind.
  • Der Text kann von dem Autor modifiziert werden, sodass das Zitat nach einiger Zeit nicht mehr abrufbar ist.
  • Die Inhalte können gelöscht werden (sog. 404-Error). Aus diesem Grunde ist es empfehlenswert, den online gestellten Text auszudrucken und diesen zu archivieren.

Seriöse Internetquellen

Im Internet gibt es nicht nur minderwertige Quellen (bspw. ist Wikipedia als Quellenangabe bei wissenschaftlichen Arbeiten sehr ungern gesehen), sondern es lassen sich interessante Quellen finden. Es gibt einige Kriterien, die man beachten sollte, wenn man einen Text aus dem Web zitiert bzw. ihn inhaltlich wiedergibt.

  • So spricht die Angabe eines Autors und des Veröffentlichungsdatum für Seriosität.
  • Des Weiteren ist auch die Webseite ein erstes Zeichen dafür, ob es sich um eine seriöse Quelle handelt oder nicht.
  • Seiten von Zeitungen, Magazinen, Instituten oder bekannten Diensten aus einer Fachrichtung gelten als seriös. Dabei zeigt sich die Seriosität auch schon bei der Gestaltung der Seite. Eine gute Gliederung und Aufarbeitung eines Artikels spricht für sich.
  • Des Weiteren gibt es Internetquellen, die ohne große Überlegung als seriös eingestuft werden können wie beispielsweise Webseiten von Bibliotheken, wissenschaftlichen Instituten oder Forschungsprojekten.
  • Außerdem ist in der heutigen Zeit der Zugang zu E-Books groß, sodass Sie die ganzen Bücher auf Ihrem PC lesen können. Außerdem können Sie problemlos Unternehmensbroschüren abrufen, die aktuell sind und bspw. zur Forschungen über bestimmte Unternehmen (wie Sie bei wirtschaftswissenschaftlichen Arbeiten üblich ist) dienen können. Darüber hinaus werden im Netz repräsentative aktuelle Studien veröffentlicht, die in viele Arbeiten einfließen.

Internetquellen können eine Bereicherung Ihrer Arbeit darstellen, vorausgesetzt Sie besitzen den richtigen Umgang mit Quellen!

Das sagen Universitäten/ Hochschulen zur Internetquellen

Im Internet ist meistens kein Autor angegeben

Die FOM Hochschule warnt vor Internetquellen, da meistens der Autor des zitierten Textes nicht genannt wird. Falls sich die Studenten für eine Internetquelle entscheiden, wo kein Autor angegeben ist, sollten die Studenten den Verantworlichen aus dem Impressum zitieren.

seriöse Internetquellen Bachelorarbeit

Nur seriöse Internetquellen nutzen/ Internetquellen als Orientierungshilfe

Die Universität zu Köln weist darauf hin, dass man im Internet sowohl seriöse als auch unseriöse Quellen finden kann. Die zitierwürdigen Quellen können verwendet werden, die unseriöse Quellen sollten wiederum vermieden werden. Internetquellen sind gut für Recherchearbeiten und sollten als Orientierungshilfe betrachtet werden.

seriöse Internetquellen Hausarbeit

An der Universität München wird darauf aufmerksam gemacht, dass viele Informationen, die im Internet zu finden sind, auch in der Print-Literatur erscheinen.

seriöse Internetquellen Masterarbeit

Keine Qualitätskontrolle der Internetquellen

Die Universität Bonn sensibilisiert die Studenten für die Nutzung von Internetquellen in wissenschaftlichen Arbeiten. Im Internet werden die Inhalte meistens nicht kontrolliert und somit sind sie auch nicht glaubwürdig.

Darüber hinaus macht die Universität Bonn auf eine interessante Tatsache aufmerksam: Auf Wikipedia gibt es immer Verweise auf Fachliteratur, die zum Verfassen des Wikipedia-Artikels genutzt wurde. Mit dem Wissen haben Sie bereits erste Quellen für Ihre wissenschaftliche Arbeit gefunden und können diese Literaturpositionen in einer Bibliothek ausleihen.

zitieren Internetquellen wissenschaftliches Arbeiten

Keine geeignete Grundlage für wissenschaftliche Texte

Wie die meisten Universitäten und Hochschulen rät auch die Universität Potsdam von Internetquellen in wissenschaflichen Arbeiten ab.

wissenschaftliche Arbeiten Internetquellen zitieren

Zitierweise von Internetquellen

Die Zitierweise unterscheidet sich nicht stark von der ganz normaler Print-Quellen. Es wird zuerst der Verfasser und dann die Überschrift des Textes genannt. Gegebenenfalls kann das Datum der Veröffentlichung des Textes angegeben werden, wenn dieses zu finden ist. Daraufhin folgt die Angabe der URL, wo man das Zitat finden kann. Des Weiteren ist es wichtig, dass auch das Abrufdatum angegeben wird. Das wird gemacht, um zu dokumentieren, wann die Quelle noch online war. Aufgrund der Schnelllebigkeit des Internets kann es schnell passieren, dass der Text unter der angegebenen URL nicht mehr zu finden ist, vor allem, wenn das Abrufdatum weit in der Vergangenheit liegt.
So sieht das Zitat zum Beispiel aus:

Huber, Wolfgang: „Menschenwürde und Forschungsfreiheit“, unter: http://www.ekd.de/vortraege/2002/bioethik_huber-020128.html (abgerufen am 26.04.2010).

Wenn man einen Text aus eine Online-Publikation bzw. -Zeitschrift zitiert, ist es notwendig, dass das Gesamtwerk in der Angabe genannt wird:

Booth, G. Geoffrey: „Foreign-Exchange Profits in Two Early Renaissance Money Markets“, in: Journal of European Economic History 2009, 1, S. 123–145, unter: http://www.unicreditreviews.eu/uploads/04_booth_121-146_jou_1.09.pdf (abgerufen am 26.04.2010).

Außerdem ist bei der Erstellung des Zitates zu beachten, dass der Hyperlink in der Literaturliste entfernt wird. Denn durch den Hyperlink können Unterstriche verdeckt werden, was die URL des Linkes verändert. Des Weiteren sollte man bei einem Zeilenumbruch einer URL keine Trennstriche anlegen, da auch diese die Internetseite verändern und der Link so nicht abrufbar ist.

Comments(0)

Leave a Comment