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Zitierwürdigkeit und Zitierfähigkeit

Zitierfähigkeit vs. Zitierwürdigkeit

Bei dem Begriff Zitierfähigkeit ist der Begriff Zitierwürdigkeit abzugrenzen. Bei der Zitierwürdigkeit spielt anders als bei der Zitierfähigkeit die Qualität der Quelle die wichtigste Rolle, vor allem im akademischen Bereich. Um die Qualität der Quelle auszumachen wird auf den Herausgeber bzw. Verfasser der Quelle geschaut. Handelt es sich um eine renommierte und wissenschaftliche Quelle, wird diese in der Regel als zitierwürdig eingestuft.

Zitierwürdigkeit – Definition

Bei der Zitierwürdigkeit geht es um die Frage, ob ein Text den wissenschaftlichen Anforderungen entspricht, um in einer wissenschaftlichen Arbeit wie zum Beispiel in einer Examensarbeit bzw. in anderen Texten wie Research Proposal oder Fachartikeln zitiert zu werden.

Merkmale der Zitierwürdigkeit

Es gibt einige Merkmale, mit denen man feststellen kann, ob eine Textstelle zitierwürdig ist. Dazu gehören folgende Kriterien:

– Veröffentlichungsweise: Wo wurde der Text veröffentlicht? In einer wissenschaftlichen Publikation, Festschrift oder als Artikel in einer Fachzeitschrift. Solche wissenschaftlichen Quellen gelten als zitierwürdig.

– Autor: Auch der Autor kann für eine zitierwürdige Quelle stehen. Wenn es sich um einen Experten in einem Fachbereich handelt, der schon einige Publikationen veröffentlicht hat, sind seine Texte zitierwürdig.

– Herausgeber: Wenn es sich bei der Publikation oder Buchreihe um einen renommierten Herausgeber handelt (beispielsweise eine Forschungsgruppe oder ein Forschungsinstitut) kann man von der Zitierwürdigkeit der Quelle ausgehen.

– Verlag: Auch der Verlag ist ein Kriterium, wenn es um die Zitierwürdigkeit der Quelle geht.

Sofern eine Quelle diese Kriterien einhält, ist sie für Dritte einsehbar. Das ist ein wichtiger Aspekt der Zitierwürdigkeit, denn so kann überprüft werden, ob die Quelle vorhanden ist und mit ihr wissenschaftlich gearbeitet wurde.

Des Weiteren ist eine Quelle zitierfähig, wenn es sich um eine Originalquelle handelt. Wenn eine Quelle in deskriptiver Art zitiert wird, muss man die Originalquelle aufsuchen, um diese für die eigene wissenschaftliche Arbeit zu verwenden.

Ist die Quelle zitierwürdig?

Um die Zitierwürdigkeit einer Quelle festzustellen, ist eine sorgfältige Prüfung notwendig. Nur durch die Prüfung wird die Objektivität und Qualität einer wissenschaftlichen Arbeit bewahrt. Hier ist es ratsam, die Quelle in der jeweiligen Form der Verschriftlichung vor sich liegen zu haben. Außerdem sollte überprüft werden, ob der Autor in dem Fachbereich renommiert ist, sein Text objektiv ist und welche Methoden er verwendet hat, um an seine Daten bzw. Erkenntnisse zu kommen. Bei Internetquellen ist es wichtig, die Formalia der Quellenangabe strengstens zu beachten.

Zitierfähigkeit – Definition

Unter der Zitierfähigkeit versteht man die Fähigkeit, Quellen zu überprüfen, da sie sich in einer Bibliothek oder einem anderen Archiv befinden und somit zugänglich sind. Die Überprüfbarkeit ist das zentrale Merkmal einer zitierfähigen Quelle. Konkret bedeutet das, dass dritte Personen die Quelle überprüfen können.

Zitierfähigkeit von der Disziplin und Art abhängig

Die Zitierfähigkeit wird im wissenschaftlichen Bereich von Disziplin zu Disziplin unterschiedlich gewertet. Beispielsweise wird die Zitiermöglichkeit von Webseiten im Fach der Informatik anders gewertet als in den Literaturwissenschaften. Mündliche Interviews gelten in der Sozialwissenschaft als zitierfähig, wobei sie in der Rechtswissenschaft nicht darunter fallen würden.

Generell sind Quellen wie Sekundärliteratur, Monographien, Berichte, Essays, Aufsätze sowie Artikel in Fachzeitschriften im wissenschaftlichen Bereich zitierfähig. Daneben werden auch andere Medien wie Kunstwerke, Tonaufnahmen oder Sachmaterialien als zitierfähig eingestuft.

Zitierwürdigkeit ziterfähig Quellen

Zitierfähigkeit elektronischer Medien

Diskussionsbedarf gibt es in Bezug auf die Zitierfähigkeit elektronischer Medien. Hierbei stellt sich die Frage, ob Quellen aus dem Internet zitierfähig sind. Als Hauptargument gegen die Zitiermöglichkeit wird angebracht, dass sich der Inhalt von Internetseiten oft verändert. Daneben findet man für viele Informationen auf Webseiten keine Belege oder Quellen. Dagegen spricht das Argument, dass das Internet viele Informationen und Quellen bietet, die vor allem aktuelle Themen behandeln und dazu interessante Informationen bieten.

Deswegen stuft man Internetseiten mit einer Skala zwischen schwacher und starker Zitiermöglichkeit ein. Webseiten von Institutionen oder Organisationen, die fundierte Informationen bieten, werden als stark zitierfähig eingestuft. Dagegen haben Webseiten ohne Quellenangaben eine schwache Zitierfähigmöglichkeit.

Die Diskussion gilt nicht dem Bestand von Online-Fachzeitschriften oder -Artikeln, die in Datenbanken und digitalen Bibliotheken zur Verfügung gestellt werden. Auch eingescannte Bücher fallen nicht unter diese Debatte.