Der Ergebnisteil ist das Kapitel, in dem Sie zeigen, was Ihre Erhebung tatsächlich ergeben hat – ohne Wertung, ohne Meinung, ohne „Ich denke, dass…". Er ist das Herzstück der empirischen Diplomarbeit und umfasst typischerweise 20–30 Seiten: Tabellen, Diagramme, Häufigkeiten, Teststatistiken oder Kategoriensysteme – je nachdem, ob Sie quantitativ oder qualitativ gearbeitet haben. Was hier nicht hingehört: Interpretation. Die kommt in die Diskussion.
Viele Studierende scheitern an einer scheinbar einfachen Trennung: Fakten und Meinungen auseinanderhalten. Im Ergebnisteil sind Sie ein neutraler Beobachter – Sie berichten, was die Daten zeigen, nicht was die Daten bedeuten. Die Bühne für Ihre Interpretation ist erst die Diskussion. Wer im Ergebnisteil interpretiert, vermischt zwei grundverschiedene Denkoperationen – und Prüfer streichen das sofort an. Der Ergebnisteil sagt: „Die Daten zeigen X." Die Diskussion sagt: „X bedeutet Y, weil Z." Diese Grenze ist keine Formalität – sie ist das Fundament wissenschaftlicher Objektivität.
| Element | 🔴 Gehört NICHT in den Ergebnisteil | 🟢 Gehört IN den Ergebnisteil |
|---|---|---|
| Daten | Rohdaten (gehören in den Anhang) | Aufbereitete, aggregierte Daten (Mittelwerte, Häufigkeiten, Kategorien) |
| Statistik | Erklärung, was ein t-Test ist (gehört in die Methodik) | Ergebnisse des t-Tests: t(48) = 2.31, p = .025, d = 0.67 |
| Interpretation | „Das zeigt, dass Instagram schlecht für das Selbstwertgefühl ist" | „Die Instagram-Nutzergruppe wies einen signifikant niedrigeren SWG-Mittelwert auf (M = 3.2, SD = 0.8) als die Kontrollgruppe (M = 3.9, SD = 0.7)" |
| Bezug zur Theorie | „Wie bereits in Kapitel 2 dargestellt, bestätigt sich Banduras Theorie" | Keine Theoriebezüge – die kommen in die Diskussion |
| Hypothesen | Wiederholung der Hypothesenherleitung | Hypothese nennen → Ergebnis berichten → „H₁ wird bestätigt / nicht bestätigt" |
| Visualisierung | Dekorative Grafiken ohne Informationsgehalt | Tabellen und Diagramme, die Ergebnisse komprimiert darstellen und im Text referenziert werden |
| Qualitative Zitate | Seitenlange Interview-Transkripte | Kurze Ankerbeispiele (1–3 Sätze) als Beleg für Kategorien, mit Quellenangabe (z. B. IP3, Z. 47) |
Eine einfache Faustregel: Wenn ein Satz das Wort „weil", „daher", „folglich" oder „dies zeigt, dass" enthält – gehört er in die Diskussion, nicht in den Ergebnisteil. Der Ergebnisteil kennt nur Verben wie „zeigt", „ergibt", „beträgt", „weist auf" und „unterscheidet sich".
Der quantitative Ergebnisteil folgt einer festen Dramaturgie: von der Stichprobenbeschreibung über die Voraussetzungsprüfung bis zur Hypothesentestung. Hier die Musterstruktur für Diplomarbeiten:
| Unterkapitel | Inhalt | Typischer Umfang |
|---|---|---|
| 4.1 Stichprobenbeschreibung | N, Rücklaufquote, demografische Merkmale (Alter, Geschlecht, Funktion). Bei Firmenstudien: Abteilungszugehörigkeit, Betriebszugehörigkeit. Darstellung als Tabelle. | 1–2 Seiten |
| 4.2 Deskriptive Statistik | Mittelwerte (M), Standardabweichungen (SD), Häufigkeitsverteilungen für alle relevanten Variablen. Gibt einen Überblick, bevor die Hypothesen getestet werden. | 2–4 Seiten |
| 4.3 Voraussetzungsprüfung | Normalverteilung (Shapiro-Wilk / Kolmogorov-Smirnov), Varianzhomogenität (Levene-Test), Skalenniveau. Bestimmt, ob parametrische oder nicht-parametrische Tests eingesetzt werden. | 1–2 Seiten |
| 4.4 Hypothesentestung | Pro Hypothese: Hypothese nennen → Test durchführen → Ergebnis berichten (Teststatistik, p-Wert, Effektstärke) → Hypothese bestätigen oder verwerfen. Keine Interpretation! | 5–10 Seiten |
| 4.5 Zusätzliche Analysen | Explorative Befunde, die nicht hypothesengeleitet sind, aber auffällige Muster zeigen. Klar als explorativ kennzeichnen. | 1–3 Seiten |
→ Der fett markierte Teil ist Interpretation + Theoriebezug – gehört in die Diskussion.
→ Nur Fakten: Mittelwerte, Teststatistik, p-Wert, Effektstärke, Hypothesenentscheid. Null Interpretation.
In den meisten sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Fächern gilt der APA-Stil (7. Auflage) als Standard für die Ergebnisdarstellung: Statistische Kennwerte kursiv (t, F, p, d, r, η²), p-Werte exakt angeben (p = .025, nicht p < .05), Effektstärken immer berichten (Cohen's d für t-Tests, η² für ANOVA, r für Korrelation), Tabellen mit Titel über der Tabelle und Anmerkungen darunter. Ihr Betreuer hat möglicherweise abweichende Vorgaben – im Zweifel fragen. Auswertungshilfe: SPSS- und R-Beratung.
Der qualitative Ergebnisteil ist strukturell anders als der quantitative: Statt Tabellen mit Zahlen präsentieren Sie ein Kategoriensystem mit Ankerbeispielen. Aber das Grundprinzip bleibt identisch – Sie berichten, was die Daten zeigen, nicht was sie bedeuten.
| Unterkapitel | Inhalt | Typischer Umfang |
|---|---|---|
| 4.1 Überblick Kategoriensystem | Visualisierung des Kategoriensystems (Haupt- und Subkategorien). Als Tabelle oder Baumdiagramm. Zeigt die Struktur, bevor die Details kommen. | 1–2 Seiten |
| 4.2–4.x Darstellung pro Hauptkategorie | Pro Kategorie: Definition → Subkategorien → Ankerbeispiele (direkte Zitate, kurz, mit Quellenangabe: IP3, Z. 47) → Häufigkeit (wie viele Interviewpartner haben diese Kategorie angesprochen). | 10–20 Seiten (je nach Kategorienanzahl) |
| 4.y Zusammenfassung der Ergebnisse | Komprimierte Übersicht: Welche Kategorien waren dominant? Welche überraschend selten? Keine Interpretation – nur Muster benennen. | 1–2 Seiten |
→ Theoriebezug (Watzlawick) und Bewertung (kommunikationsdefizitär) gehören in die Diskussion.
→ Kategorie + Häufigkeit + Originalzitate mit Quellenangabe. Keine Wertung, keine Theorie.
Das vollständige Codebuch (Kategoriendefinition, Codierregeln, Ankerbeispiele für jede Kategorie) gehört in den Anhang. Im Ergebnisteil steht eine komprimierte Fassung: Hauptkategorie + kurze Definition + die wichtigsten Ankerbeispiele. Prüfer kontrollieren, ob das Codebuch im Anhang mit der Ergebnisdarstellung im Text übereinstimmt – Inkonsistenzen fallen auf. Mehr zur Codierung: Qualitative Inhaltsanalyse.
Daten erhoben – aber die Aufbereitung für den Ergebnisteil überfordert?
Unsere Ghostwriter übernehmen die Auswertung und präsentieren Ihre Ergebnisse prüfungsreif.In einer Diplomarbeit (20–30 Seiten Ergebnisteil) sind Tabellen und Abbildungen keine Dekoration – sie sind Informationsträger, die den Fließtext entlasten und komplexe Daten verdichten. Aber sie müssen Regeln folgen:
Nummerierung: Tabelle 1, Tabelle 2, … – fortlaufend durch die gesamte Arbeit.
Titel: Über der Tabelle (nicht darunter!). Präzise und informativ: „Tabelle 3: Deskriptive Statistik der Arbeitszufriedenheit nach Abteilung (N = 80)" – nicht „Tabelle 3: Ergebnisse".
Anmerkungen: Unter der Tabelle. Erklärung von Abkürzungen, Signifikanzniveaus (* p < .05, ** p < .01).
Keine Redundanz: Was in der Tabelle steht, muss nicht wörtlich im Text wiederholt werden. Im Text: „Tabelle 3 zeigt die deskriptiven Kennwerte. Der höchste Mittelwert findet sich in Abteilung A (M = 4.1)." – nicht alle Zahlen nochmal aufzählen.
Tool: Tabellenverzeichnis in Word.
Nummerierung: Abbildung 1, Abbildung 2, … – getrennte Nummerierung von Tabellen.
Titel: Unter der Abbildung (umgekehrt wie bei Tabellen!). „Abbildung 5: Mittelwertvergleich der Arbeitszufriedenheit nach Abteilung."
Wann Diagramm statt Tabelle: Diagramme für Vergleiche und Trends (Balkendiagramme für Gruppenvergleiche, Liniendiagramme für Zeitverläufe). Tabellen für präzise Zahlen. Faustregel: Wenn der Leser exakte Werte braucht → Tabelle. Wenn er ein Muster erkennen soll → Diagramm.
Qualität: Schwarz-weiß oder kontrastreich (Drucktauglichkeit!). Keine 3D-Effekte. Achsenbeschriftung vollständig. Legende innerhalb der Abbildung.
Tool: Abbildungsverzeichnis in Word.
Sie haben 15 Tabellen im Ergebnisteil – aber keine davon wird im Fließtext referenziert. Tabellen und Abbildungen sind kein Selbstzweck: Jede Tabelle muss im Text erwähnt und in 1–2 Sätzen kommentiert werden (nicht interpretiert!). „Wie Tabelle 5 zeigt, liegt der Mittelwert der Gruppe A bei 4.1" – das reicht. Aber: Eine Tabelle ohne Textbezug ist eine verwaiste Tabelle, und Prüfer werten das als Strukturfehler.
Der Klassiker – und der Fehler, den Prüfer am häufigsten anstreichen. Im Ergebnisteil tauchen Sätze auf wie „Dies bestätigt die Theorie von XY" oder „Die hohe Zufriedenheit ist auf die gute Führung zurückzuführen". Beides ist Interpretation. Stattdessen: Nur berichten, was die Zahlen oder Zitate zeigen – die Deutung kommt ein Kapitel später.
Sie berichten nur die signifikanten Ergebnisse – die nicht-signifikanten verschweigen Sie. Das ist wissenschaftlich unredlich und fällt Prüfern auf. Jede getestete Hypothese muss berichtet werden – auch wenn das Ergebnis „langweilig" ist. Nicht-signifikante Ergebnisse sind Ergebnisse, kein Versagen.
Sie berichten p = .03 – aber keine Effektstärke. Ein signifikanter p-Wert sagt nur, dass der Effekt nicht zufällig ist – nicht, ob er relevant ist. Cohen's d = 0.2 ist „klein", d = 0.5 „mittel", d = 0.8 „groß". Ohne Effektstärke fehlt die halbe Information. Detailliert: Statistische Auswertung SPSS.
Der Ergebnisteil enthält SPSS-Outputs als Screenshots oder seitenweise Einzelantworten. Das gehört in den Anhang. Im Ergebnisteil stehen aufbereitete, formatierte Tabellen mit den relevanten Kennwerten – nicht die Software-Rohausgabe.
Zehn Interviewzitate hintereinander, ohne Kategorienstruktur, ohne Häufigkeitsangabe, ohne Quellenbeleg (welcher Interviewpartner? Welche Zeile?). Qualitative Ergebnisse brauchen ein Kategoriensystem als Ordnungsrahmen – sonst ist es eine Zitatesammlung, kein Ergebnisteil. Grundlagen: Qualitative Auswertung.
Bei einer 80–120-Seiten-Diplomarbeit umfasst der Ergebnisteil typischerweise 20–30 Seiten (ca. 25 % der Gesamtarbeit). Wenn Ihr Ergebnisteil nur 8 Seiten hat, ist entweder die Erhebung zu dünn oder die Darstellung zu komprimiert. Prüfer erwarten vollständige Ergebnisdarstellung – nicht einen Teaser.
Ergebnisse liegen vor – aber die Darstellung sitzt nicht?
Ein Diplomarbeit-Coach prüft Ihren Ergebnisteil auf Vollständigkeit, APA-Konformität und die saubere Trennung von Ergebnis und Diskussion.20–30 Seiten bei einer Gesamtlänge von 80–120 Seiten (ca. 25 %). Bei rein quantitativen Arbeiten mit vielen Tabellen eher am oberen Ende; bei qualitativen Arbeiten mit ausführlichen Kategorien-Beschreibungen ebenfalls. Der Ergebnisteil ist typischerweise das umfangreichste Kapitel einer empirischen Diplomarbeit. Zum Vergleich: In einer Bachelorarbeit umfasst er 8–15 Seiten, in einer Masterarbeit 15–25. Mehr zu den Unterschieden: Diplomarbeit vs. Bachelorarbeit vs. Masterarbeit.
Nein – jedenfalls nicht interpretierend. Sie dürfen die Hypothesen nennen, die aus der Theorie abgeleitet wurden („H₁: Mitarbeiter in Abteilung A sind zufriedener als in Abteilung B"), und dann das Testergebnis berichten. Aber der Satz „Wie Herzbergs Zwei-Faktoren-Theorie vorhersagt, bestätigt sich dieser Zusammenhang" gehört in die Diskussion, nicht in den Ergebnisteil. Die Rückbindung an die Theorie ist Aufgabe der Diskussion.
Ja – unbedingt. Selektives Berichten (nur signifikante Ergebnisse zeigen, nicht-signifikante weglassen) ist ein schwerer methodischer Fehler und kann als wissenschaftliches Fehlverhalten gewertet werden. Berichten Sie jede getestete Hypothese vollständig – auch wenn H₂ und H₃ nicht bestätigt wurden. Nicht-signifikante Ergebnisse sind in der Diskussion oft genauso aufschlussreich wie signifikante: „Warum hat sich kein Effekt gezeigt?" ist eine legitime wissenschaftliche Frage. Vertiefung: Erkenntnisgewinn.
Wenn Ihre Diplomarbeit auf internen Firmendaten basiert und ein Sperrvermerk vorliegt: Anonymisieren Sie alle identifizierenden Informationen (Firmennamen, Abteilungsbezeichnungen, Produktnamen). Verwenden Sie neutrale Bezeichnungen („Abteilung A", „Produkt X") und stellen Sie sicher, dass keine Rückschlüsse auf das Unternehmen möglich sind. Die Rohdaten (Excel-Tabellen, SAP-Exporte) gehören nicht in den Anhang der publizierten Fassung – sie bleiben beim Prüfer unter Verschluss.
Ja – die Datenerhebung führen Sie selbst durch (Ihre Prüfungsleistung), aber die Auswertung und die Aufbereitung für den Ergebnisteil können professionell unterstützt werden: Statistik-Beratung (SPSS, R – Datenbereinigung, Tests, APA-konforme Tabellen), qualitative Auswertung (MAXQDA-Codierung, Kategoriensystem, Ankerbeispiele). Unsere Autoren liefern den fertigen Ergebnisteil so auf, dass Sie ihn im Kolloquium erklären können.
Von der Datenaufbereitung über APA-konforme Tabellen bis zum fertigen Ergebniskapitel: Schildern Sie Ihr Vorhaben.
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